Barfen

Was ist Barfen?

Was ist Barfen? Und wie Barfe ich richtig? Das sind Fragen, die immer öfter zu hören sind. Im Folgenden haben wir von Anivigo.de Dir die Antworten und weitere nützliche Infos zum Thema Barfen zusammengestellt.

Barfen steht im Deutschen für biologisch artgerechte Rohfütterung. Ursprünglich stammt der Begriff aus den Vereinigten Staaten und bedeutet „born again raw feeders“ oder auch „biologically appropriate raw food“. Wie diesen Namen schon entnommen werden kann, wird die Ernährung beim Barfen der in der freien Wildbahn nachempfunden. So soll Dein Hund dann also all das bekommen, was zum Beispiel ein Wolf frisst, oder ein Hund vor tausenden von Jahren.

Doch selbst damals waren Wölfe und Hunde keine reinen Karnivoren. Beim Verzehr von Innereien zum Beispiel sind oftmals pflanzliche Nahrungsmittel mit verzehrt worden. Auch so machen Pflanzen zwar nur einen kleinen, aber trotzdem bedeutenden Teil der Ernährung aus.

Wie kann ich richtig barfen?

Das Wichtigste am richtigen Barfen ist eine genaue Aufteilung zwischen Fleisch und Gemüse. Du solltest stets etwa 70-80% Fleischanteil und 20-30% Gemüseanteil verfüttern:

  • 45% rohes Muskelfleisch (kein Schweinefleisch)
  • 10% rohe fleischige Knochen (keine spröden Knochen, wie z.B. von Hühnern)
  • 10% Blättermägen und Pansen
  • 15% Innereien
  • 20% Gemüse und Obst

Zusätzlich kannst Du das Ganze noch mit speziellen Vitaminen, Mineralien oder Ölen supplementieren. Auch Kräuter sind gerne gesehen.

Wichtig: Ein ausgewogenes Calcium-Phospor-Verhältnis ist nicht nur beim Barfen sehr wichtig. Daher die Knochen in dem Speiseplan. Wenn Du Deinem Hund keine Knochen geben möchtest, kann er das Calcium auch aus reinem Knochenmehl oder gemahlenen Eierschalen bekommen.

Welches Fleisch und welche Organe sind geeignet?

Eigentlich eignet sich all das Fleisch zum Barfen, das Du auch selbst essen würdest:

  • Rindfleisch
  • Fisch
  • Pferdefleisch
  • Geflügel
  • Wildfleisch

Das Fleisch des Schweins und Wildschweins ist zum Barfen jedoch ungeeignet, da es gefährliche Viren enthalten kann.

Innereien und Organe enthalten meistens zwar mehr Nährstoffe als Fleisch, aber dafür auch größere Anteile an ungesunden Stoffen wie Purin. Daher sollten die folgenden Innereien beim Barfen nur einmal die Woche verfüttert werden:

  • Herz
  • Leber
  • Milz
  • Bauchspeicheldrüse
  • Niere
  • Lunge

Sehr gesund für Deinen Hund ist der Pansen von Wiederkäuern. Dieser enthält viele wertvolle Nährstoffe und ist ein natürliches Probiotika. Da er ein Abfall Produkt der Schlachtung ist, kannst Du ihn meistens auch sehr günstig erhalten.

Welches Gemüse ist geeignet?

Wurzelgemüse, Salate und Blattgemüse sind bestens als Ballaststofflieferanten zum Barfen geeignet. Hier eine kleine Übersicht an Dingen, die Du Deinem Hund beim Barfen in den Napf tun kannst:

  • Karotten
  • Kürbis
  • Gurke
  • Spinat
  • Rote Beete

Kartoffeln liefern hochwertige Kalorien, müssen aber vor dem Verzehr gekocht werden. Es kann sein, dass Dein Hund von dem rohen Gemüse während des Barfens Verdauungsprobleme bekommt. Das liegt daran, dass der Verdauungsapparat deines Hundes pflanzliche Zellwände nur schlecht aufbrechen kann.

Unser Tipp: Koche oder püriere daher das Gemüse vor dem Verzehr.

Welches Obst ist geeignet?

Wenn Du den Speiseplan Deines Hundes mit ein wenig Obst auffrischen möchtest, ist das beim Barfen auch kein Problem. Birnen, Bananen, Äpfel und auch Ananas schmecken den meisten Hunden sehr gut. Steinfrüchte solltest Du jedoch nicht als Ganzes verfüttern, da die Steine und Kerne Blausäure enthalten und gesundheitsschädlich sind. Auch sollte das Obst mindestens reif, am besten sogar überreif sein.

Welche Fehler können beim Barfen zu Problemen führen?

Wie auch bei jeder anderen Ernährungsform, kann es auch beim Barfen zu Problemen kommen. Es ist also auch eine gute Idee, Dich und Deinen Hund mit einer Hundeversicherung abzusichern. Diese Probleme sind dann meistens auf drei Fehler zurückzuführen:

  • Zu viel Fleisch

Beim Barfen geht es nicht darum, den eigenen Hund mit so viel Muskelfleisch wie möglich zu füttern. Um den Nährstoffbedarf richtig decken zu können, muss auch hier auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden. Also stets auch Kohlenhydrate, Obst und Gemüse zu den tierischen Produkten beifügen.

  • Falsche oder rohe Kohlenhydrate

Obwohl beim Barfen viel Wert auf die Fütterung roher Produkte gelegt wird, gibt es bei einigen Kohlenhydraten eine Ausnahme. So sollten Kartoffeln oder anderes Gemüse zum Beispiel immer erhitzt werden vor dem Verzehr. So werden die Kohlenhydrate besser für Deinen Hund empfänglich gemacht.

  • Inkorrekte Mengen an Mineralstoffen und Vitaminen

Die richtige Versorgung mit Mikronährstoffen ist einer der schwersten Teile des Barfens. Daher ist es besonders wichtig, beim Barfen nicht einseitig zu ernähren. Der richtige Anteil an Fleisch, Innereien, Gemüse und Obst ist sehr wichtig.

Barfen für Anfänger

Vorab: Mit dem Barfen sollte erst ab dem ersten Lebensjahr begonnen werden. Wenn Du Dich dann aber dafür entschieden hast, mit dem Barfen zu beginnen, dann kann alles zu Anfang etwas kompliziert wirken. Damit sowohl Du als auch Dein Vierbeiner die ersten Wochen problemlos überstehen, gibt es spezielle Barf-Mixe. Diese enthalten eine ausgewogene Mischung aus Fleisch, Innereien und Gemüse und ermöglichen Dir einen unkomplizierten Einstieg in die Welt des Barfens.

Wenn Dein Hund an Trocken- oder Nassfutter gewöhnt ist, solltest Du ihm zu Beginn nur gewolftes Fleisch geben. Denn große Fleischstücke zu verzehren benötigt Übung. Das kannst Du dann aber nach und nach mit immer größer werdenden Stücken einführen.

Schau Dich gern auf unserer Website um und informiere Dich rund ums Thema der Tierhaltung. Neben Hunden schlägt unser Herz auch für Katzen. Solltest Du also zum Beispiel Fragen zur Katzenversicherung haben, kannst Du zu diesem Thema ebenfalls eine Menge auf Anivigo.de finden. Du hast noch weitere Fragen oder würdest gern aus anderen Gründen mit uns sprechen? Nimm einfach Kontakt zu uns auf, wir helfen Dir gerne weiter.

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