Magenschleimhautentzündung Hund

Die Magenschleimhautentzündung beim Hund

Eine Magenschleimhautentzündung beim Hund ist genauso weit verbreitet wie bei uns Menschen auch. Die Ursache dafür können viele unterschiedliche Dinge sein. Dieses Leiden äußert sich oftmals in Erbrechen, Bauchkrämpfen und Schmerzen – Dennoch wird es meistens nicht richtig diagnostiziert.

Im Folgenden bekommst Du von anivigo.de alle Infos über die Magenschleimhautentzündung bei Hunden, ihre Ursachen und was dagegen getan werden kann.

Was ist eine Magenschleimhautentzündung beim Hund?

Der Fachbegriff der Hunde Magenschleimhautentzündung lautet Gastritis. Dieses Wort leitet sich von dem griechischen Wort für Magen (Gaster) und der Endung für Entzündung (itis) ab. Diese Erkrankung tritt in ihrer akuten, aber auch in einer chronischen Form auf.

Bei beiden dieser Varianten der Magenschleimhautentzündung beim Hund kommt es zu einer Beschädigung der Schleimhaut des Magens. Dieser Schutzmantel liegt zwischen der ätzenden Magensäure und der angreifbaren Magenwand und besteht aus Schleim und Epithelzellen. Wird er beschädigt, so kann die Säure direkt in Kontakt mit der Magenwand kommen.

Die Folge: Eine Magenschleimhautentzündung beim Hund. Hierbei gelangt die Magensäure tief in die Schichten des umliegenden Magengewebes vor, wodurch es dort zu einer Entzündung kommen kann.

Die Gastritis nimmt keine Rücksicht auf Alter oder Rasse des Hundes und ist somit überall anzutreffen.

Die akute Magenschleimhautentzündung beim Hund

Für eine schnellst- und bestmögliche Behandlung ist es wichtig, die Ursache für die Magenschleimhautentzündung beim Hund so genau wie möglich identifizieren zu können. Leider haben Hunde eine Vielzahl von unterschiedlichen Magenproblemen, die eine ähnliche Symptomatik aufweisen. So führen zum Beispiel verdorbene Nahrung, Verwurmungen oder Infektionen des Magens zu Erkrankungen derselben Organe wie die Magenschleimhautentzündung beim Hund.

Die möglichen Ursachen für eine akute Gastritis sind zahlreich:

  • Oral aufgenommene Fremdkörper
  • Eine Infektion (mit Viren oder Bakterien)
  • Verdorbene Lebensmittel
  • Eine Vergiftung
  • Medikamente
  • Permanenter Stress
  • Befall von Parasiten (Würmer oder Giardien)
  • Erkrankungen der Nieren, Leber oder der Bauchspeicheldrüse
  • Magengeschwüre

Zudem gibt es einige sekundäre Ursachen, wie zum Beispiel bestimmte Allergien oder Erkrankungen des zentralen Nervensystems.

Fremdkörper lassen sich als Ursache für eine Magenschleimhautentzündung beim Hund am leichtesten erkennen. Bei allen anderen Auslösern kann es teilweise sehr schwer werden, eine abschließende Diagnose zu stellen.

Bei der akuten Magenschleimhautentzündung beim Hund wird die betroffene Schleimhaut nur oberflächlich beschädigt. Oftmals kommt es auch zu einer Infektion des Magen-Darm-Trakts.

Die chronische Magenschleimhautentzündung beim Hund

Wird eine akute Gastritis nicht rechtzeitig erkannt und therapiert, so kann sie zu einer chronischen Entzündung der Magenschleimhaut werden. Meistens kommt es soweit, da die Magenbeschwerden des Hundes nicht richtig erkannt und diagnostiziert werden. Die schützende Schleimhaut ist nun schwerwiegender angegriffen und braucht länger zum Heilen, oder heilt erst gar nicht.

Viele Hunde leiden an einer chronischen Magenschleimhautentzündung. Das liegt an ihren relativ anfälligen Mägen, denn diese sind in ihrem Aufbau noch relativ einfach.

Besondere Formen der Magenschleimhautentzündungen beim Hund

Es gibt neben der akuten und der chronischen Magenschleimhautentzündung beim Hund noch die sogenannte Reiz-Gastritis. Diese tritt vor allem bei Tieren auf, die mit stressigen Situationen nur schlecht umgehen können. Die Ursache der Erkrankung ist also Stress. Vor allem um Weihnachten, wo viel Aufregung und Besuch im eigenen Heim herrscht, tritt diese Form daher oft auf. Aber auch wenn es zu einer schwerwiegenden Veränderung der Alltagsroutine des Hundes kommt, wie zum Beispiel bei einem Umzug oder einem langen Urlaub. Was genau den Stress beim Tier auslöst, können wir Menschen meist nur sehr schwer nachvollziehen und ist auch von Hund zu Hund unterschiedlich.

Eine weitere Form der Magenschleimhautentzündung beim Hund ist die sogenannte Schnee-Gastritis. Die Ursache hierfür sind Verunreinigungen und Fremdkörper, die der Hund mit dem Schnee zu sich nimmt. Oftmals sind dies Streusalz und Splitt.

Wie wird eine Magenschleimhautentzündung beim Hund erkannt?

Die Magenschleimhautentzündung beim Hund kann sich durch unterschiedliche Symptome äußern. Dabei ist deine Aufmerksamkeit gefordert, da es sich hier um eine Erkrankung der inneren Organe handelt. Wenn Du folgende Symptome bemerkst, kann eine Gastritis die Ursache sein:

  • Appetitlosigkeit
  • Sodbrennen (erkennbar durch häufiges Fressen von Gras, Gähnen, Speicheln und Leerschlucken)
  • Übelkeit und Erbrechen (häufiger am Morgen)
  • Mundgeruch
  • Magenschmerzen
  • Ruhelosigkeit
  • Gekrümmter Rücken

Wenn Du vermutest, dein Hund könnte unter einer Magenschleimhautentzündung oder anderen Magenproblemen leiden, dann solltest Du einen Tierarzt aufsuchen. Um eine Umwandlung in eine chronische Gastritis zu vermeiden, am besten so früh wie möglich.

Der Tierarzt wird zuerst eine detaillierte Anamnese mit dir durchführen. Hier schilderst Du ihm so genau wie möglich die Symptome deines liebsten Vierbeiners. Auch sind Informationen über andere Hundekrankheiten und die letzte Entwurmung wichtig.

Daraufhin entnimmt der Arzt eine Probe des Kotes deines Hundes und führt eine endoskopische Untersuchung durch (Untersuchung des Magens mithilfe eines Endoskops). Dabei werden auch Gewebeproben des Magens entnommen. Wenn die Diagnose dann immer noch nicht eindeutig ist, kommen noch ein Röntgen und ein Ultraschall in Frage. Dabei werden Fremdkörper und Tumore schnell erkannt.

Wie wird eine Magenschleimhautentzündung bei meinem Hund behandelt?

Wie eine Magenschleimhautentzündung bei deinem Hund behandelt wird, hängt von der auslösenden Ursache und der Schwere der Erkrankung ab.

Bei einer leichten Entzündung mit wenig Schmerzen und Erbrechen, reicht eine Beruhigung des Magens oftmals aus. Dazu wird die Fütterung für zwölf Stunden ausgesetzt und der Hund bekommt ausschließlich Wasser zu Trinken. Danach bekommt er leichte Schonkost, damit der Magen sich langsam erholen kann. Am besten eignet sich dafür Reis mit gebratenem Geflügelfleisch – in kleinen Portionen.

Bei einer schweren oder chronischen Magenschleimhautentzündung müssen die Ursachen spezifischer behandelt werden – Der Besuch beim Tierarzt ist also angesagt. Dieser wird dann eine möglichst genaue Diagnose stellen und mit der entsprechenden Behandlung beginnen. Diese kann von Infusionen aufgrund von hohem Flüssigkeitsverlust, über die Entfernung von Fremdkörpern bis hin zu der Gabe von entzündungshemmenden und antibakteriellen Medikamenten reichen. Auch eine Umstellung der Ernährung kann nötig sein.

Wird eine Gastritis rechtzeitig erkannt und behandelt, sind die Heilungschancen sehr hoch.

Du hast Fragen zu der Magenschleimhautentzündung beim Hund? Dann nimm einfach Kontakt zu uns auf, wir helfen dir gerne weiter. Schaue Dir auch gerne die Beiträge rund um Hunde und Katzen in unserem Magazin an.

Du möchtest mehr über die Anivigo Versicherung erfahren?

Ruf uns oder schreib uns.
Kostenlose Hotline
030-629331 85

Mo-Fr: 8-18 Uhr

Oder Du kontaktierst uns direkt über das Anfrageformular.