Nierenprobleme Hund

Nierenprobleme beim Hund erkennen und behandeln

Probleme mit den Nieren sind bei Katzenliebhabern und -besitzern schon seit Langem bekannt. Doch das solche Nierenprobleme auch häufig bei Hunden auftreten können, scheint vielen neu zu sein. Meistens handelt es sich um eine akute oder chronische Niereninsuffizienz, die in unterschiedlicher Schwere auftritt. Dieses Leiden wird meistens erst zu spät oder gar nicht richtig diagnostiziert, was zu schweren gesundheitlichen Folgen führen kann, oder gar zum Tod des Tieres.

Im Folgenden erfährst Du bei uns von anivigo.de, wie Du die Symptome von Nierenproblemen beim Hund richtig erkennst, sie behandelt werden.

Nierenprobleme beim Hund – Dieses Organ befallen sie

Nierenprobleme beim Hund befallen, wie der Name vermuten lässt, die Niere unserer liebsten Vierbeiner. Dieses Organ befindet sich im Lendenbereich neben der Wirbelsäule und ist von einer schützenden Fettschicht umgeben. Die Aufgabe der Niere ist die Befreiung des Blutes von Giften und Schadstoffen – dafür wird sie ununterbrochen mit Blut durchpumpt. Dieses wird dann durch die Nephronen, speziellen Filterzellen, gefiltert und gereinigt. Dabei werden vor allem harnpflichtige Substanzen und Ammoniak und Kreatinin aus dem Blutkreislauf entfernt.

Neben der Reinigung des Blutes kümmert sich die Niere noch um die Produktion von Hormonen und sorgt für ein ausgeglichenes Säure-Base-Verhältnis. Zudem reguliert sie den Blutdruck des Hundes und ist zuständig für den Wasser- und Elektrolythaushalt.

Die meisten Nierenprobleme beim Hund führen zu einem Absterben dieser Nephronen. Diese Erkrankung wird dann chronische Niereninsuffizienz oder auch Nierenversagen genannt. Dadurch wird die Funktion des Organs eingeschränkt, was schwere gesundheitliche Folgen mit sich trägt.

Was führt zu Nierenproblemen beim Hund?

Eine genaue Diagnose der Ursache von Nierenproblemen bei Hunden ist oftmals nicht möglich. Meistens ist es eine Kombination aus verschiedenen Auslösern. Diese Probleme treten mit steigendem Alter immer häufiger auf.

Ursachen für Nierenprobleme bei Hunden können sein:

  • Folgen vorheriger Hundekrankheiten
  • Verschleiß der Niere und Harnwege (altersbedingt)
  • Narbenbildung auf der Niere
  • Entzündung der Niere (durch Bakterien aus der Maulhöhle oder Prostata z.B.)
  • Hormonstörungen
  • Diabetes Mellitus
  • Übergewicht und Bewegungsmangel
  • Schwäche des Immunsystems
  • Zu wenig Flüssigkeitszufuhr (vor allem bei alten Tieren)

Neben diesen Ursachen können auch vererbte Veranlagung zu Nierenproblemen bei Hunden führen. Hiervon sind einige Hunderassen häufiger betroffen als andere. Dazu gehören:

Wenn Nierenprobleme bereits bei jungen Hunden auftreten, dann liegt meist eine solche erbliche Veranlagung vor.

Welche Folgen haben Nierenprobleme beim Hund?

Wie bereits erwähnt führen diese Ursachen meistens zu Nierenproblemen bei Hunden in Form einer Insuffizienz des Organs. Die betroffene Niere führt dabei ihren Dienst noch so lange aus, bis etwa über 70% der Filterzellen verstorben sind – und das meistens ohne irgendwelche Symptome. Sobald diese Schwelle jedoch überschritten ist, werden Gifte und Schadstoffe nicht mehr schnell genug aus dem Körper gefiltert.

Die Folge: Das Tier wird von den Abbauprodukten seines eigenen Körpers vergiftet. Durch dieses Nierenproblem bei Hunden wird die Niere auch selbst vergiftet, was zu einer Art Teufelskreis führt.

Bei Nierenproblemen von Hunden in Form von Nierenversagen wird zwischen der chronischen und der akuten Niereninsuffizienz unterschieden.

Akute Nierenprobleme beim Hund werden meistens durch eine zu geringe Durchblutung der Niere ausgelöst. Das kann durch den Verlust von Blut in Folge eines Unfalls, einen Schock oder einen Kreislaufkollaps passieren. Aber auch Blasen- und Nierensteine, sowie sehr schwere Infektionskrankheiten verhindern eine gute Durchblutung des Organs. Die Symptome bei so einem Fall sind meistens sehr stark.

Das chronische Nierenproblem bei Hunden hingegen ist ein schleichender Prozess, welcher bei zu später Behandlung tödlich enden kann für den Hund. Bei dieser Form der Niereninsuffizienz ist das rechtzeitige Erkennen der Symptome daher sehr wichtig. Diese sind jedoch zu Anfang unspezifisch und sehr schwer zu deuten.

Meistens äußern sich chronische Nierenprobleme beim Hund in der Anfangsphase durch Teilnahmelosigkeit, Müdigkeit und Schwerfälligkeit. Oftmals wird dies auf ein Altern des Hundes geschoben, jedoch handelt es sich hier um keine gewöhnlichen Alterserscheinungen. Je weiter die Nierenprobleme beim Hund fortschreiten, desto schwerwiegender werden die Symptome. Zudem kommen neue hinzu.

Folgendes kann bei deinem Hund auf chronische Nierenprobleme hindeuten:

  • Allgemeine Müdigkeit und Lustlosigkeit
  • Gewichtsverlust durch Appetitlosigkeit oder Futterverweigerung
  • Struppiges und mattes Fell
  • Fieber
  • Blutiger Urin
  • Blasse Mundschleimhäute
  • Eventuell Inkontinenz

Das häufigste Anzeichen für Nierenprobleme bei Hunden ist jedoch auffällig viel Trinken und vermehrter Urinabsatz. Wenn dein Hund auch mehr Gras als üblich frisst, kann das auch ein Anzeichen sein.

Solltest Du solche Symptome bemerken, dann geh am besten direkt zu einem Tierarzt. Dieser kann eine abschließende Diagnose stellen und dir die nötige Gewissheit geben

Wie werden Nierenprobleme beim Hund diagnostiziert?

Wenn Du dich für einen Tierarztbesuch entschieden hast, dann wird dieser zuerst eine detaillierte Anamnese durchführen. Dafür solltest Du dir im Vornhinein die Symptome deines Hundes genau anschauen, am besten auch notieren.

Darauf folgt dann eine Blutuntersuchung, wobei erhöhte Werte an Schad- und Harnstoffen auf schlechte Nierenwerte des Hundes hindeuten könnten. Durch diese Methode kann sehr zuverlässig bereits ein Nierenproblem bestätigt oder widerlegt werden. Eine Analyse des Urins kann dann im Nachgang noch die aktuelle Nierenfunktion bestimmt werden.

Wie werden Nierenprobleme beim Hund behandelt?

Die Behandlung von Nierenproblemen beim Hund hängt von der Schwere der Erkrankung ab.

Akute Niereninsuffizienz kann relativ gut medikamentös behandelt werden. Die Heilungschancen stehen hier gut, wenn das Problem schnell erkannt wird. Wird es das nicht, so kann es in eine chronische Erkrankung übergehen.

Chronische Nierenprobleme beim Hund sind meistens unheilbar. Die bereits erlittenen Schäden der Niere können nicht wieder beseitigt werden. Hier muss also versucht werden, das noch verbleibende Organgewebe möglichst zu erhalten.

Dabei hilft vor allem eine Umstellung der Ernährung. Mit salz-, phosphor- und proteinarmer Nahrung wird die Niere geschont, ausreichend Trinkwasser verhindert eine Harnvergiftung. Die Gabe von Vitaminen gleicht mögliche Mangelerscheinungen aus.

Wichtig: Vor jeglicher Medikamentengabe solltest Du mit deinem Tierarzt sprechen. Viele Medikamente setzen die Nierenfunktion weiter herab und verstärken so das Nierenproblem deines Hundes.

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