OCD Hund

OCD beim Hund

OCD beim Hund steht für die Osteochondrosis dissecans – Eine Störung bei der Entwicklung des Skeletts und der Knorpel. Betroffen von dieser Erkrankung sind vor allem schwere und große Hunde. Ursachen gibt es viele, erbliche Faktoren sowie Übergewicht und Überlastung sind die häufigsten Auslöser. Wenn diese Erkrankung zu spät erkannt und behandelt wird, sind meistens irreversible Schäden die Folge. Diese schränken das Leben des Hundes teils sehr stark ein.

Doch was genau ist die OCD beim Hund? Und woher kommt sie? Das und noch mehr erfährst Du im Folgenden bei anivigo.de.

OCD beim Hund – Was ist das genau?

Bei der OCD beim Hund handelt es sich um eine Störung bei der Bildung der Knorpel und deren Verknöcherung. Diese treten in den Gelenken der betroffenen Hunde auf.

Während des Wachstums des Gelenkknorpels kommt es ab einer bestimmten Größe dazu, dass dieser nicht mehr richtig mit Nährstoffen versorgt wird. Dadurch sterben die Zellen des Knorpels ab. Kommt es nun zu starken Mechanischen Einwirkungen zum Beispiel durch wildes Toben oder hohe Sprünge, so können sich diese abgestorbenen Zellen in Fragmenten vom Knorpel ablösen. Dieser Zustand wird dann OCD beim Hund genannt. Der Mangel an Nährstoffen schränkt zusätzlich noch das Knochenwachstum in die Länge ein – der betroffenen Knochen wird zu kurz.

Diese vom Knorpel abgelösten Fragmente – auch Dissekate genannt – können sich entweder frei im Gelenk befinden oder noch in Verbindung mit dem Knorpel sein. Kommen diese Dissekate in den Kontakt mit der in den Gelenken befindlichen Flüssigkeit, besteht die Gefahr, dass sie verknöchern. Zudem kann diese Gelenkflüssigkeit auch Entzündungen verursachen, wenn sie direkten kontakt zu dem Knochen hat. Zu einem solchen Kontakt kommt es, wenn sich durch die OCD beim Hund Knorpelfragmente vom Knochen lösen und angreifbare stellen zurücklassen.

Diese Störung der Knorpelbildung kommt in fast 75% der Fälle in den Schultergelenken der Hunde vor. Aber auch die Knie-, Sprung- und Ellenbogengelenke sind betroffen.  Die OCD bei Hunden tritt meistens während der Wachstumsphase zwischen dem vierten und siebten Monat auf. Durch anfänglich nur schwache Symptome folgt die Diagnose oftmals einige Monate später.

Wodurch entsteht die OCD beim Hund?

Was zu der OCD beim Hund führt, konnte bis jetzt nicht abschließend geklärt werden. Jedoch scheinen verschiedene Komponenten einen Einfluss darauf zu haben.

Bestimmte Hunderassen besitzen eine genetische Veranlagung zu dieser Rasse. Betroffen sind meistens größere und schwerere Hunde, die in ihrer Wachstumsphase sehr schnell wachsen. Zu diesen Hunden gehören:

Die OCD beim Hund kommt aber auch bei anderen Hunderassen vor, sogar bei kleineren.

Zusätzliche schwere Belastungen der Gelenke in Form von biomechanischen Faktoren und Traumata begünstigen diese Erkrankung zudem. Wildes spielen, hohe Sprünge, abrupte Richtungswechsel und schnelles Beschleunigen beanspruchen die Gelenke mit einem Vielfachen der üblichen Last.

Bekommt ein Hund während seiner Wachstumsphase mehr Energie in Form von Nahrung, als er verbraucht, so wächst er schneller als natürlich. Das Skelett, die Sehnen und die Gelenke des Hundes wachsen jedoch nicht schneller und werden durch das höhere Gewicht mehr in Anspruch genommen. Daher ist es sehr wichtig, dass Hunde im Welpenalter nur so viel Nahrung bekommen, wie sie benötigen. Auch kann die OCD beim Hund durch eine falsche Versorgung von verschiedenen Mineralstoffen und Vitaminen, wie Phosphor, Kalzium oder Vitamin D, gefördert werden.

Welche Symptome ruft die OCD beim Hund hervor?

Die OCD beim Hund ist am ehesten durch eine Lahmheit des Tieres zu bemerken. Ein unsauberer Gang, Schmerzen bei der Bewegung oder geschwollene Gelenke sind Indikatoren für diese Krankheit. Solltest Du einige dieser Symptome bemerken, dann solltest Du mit deinem Hund einen Tierarzt aufsuchen.

Dieser wird deinen Hund zuerst auf Schmerzen untersuchen. Dies tut er, indem er dessen Gelenke bewegt und seine Reaktion bemerkt. Die abschließende Diagnose erfolgt dann durch ein MRT oder eine Röntgenaufnahme.

Wie wird die OCD beim Hund behandelt?

Viele Fälle der OCD beim Hund verheilen bereits in einem frühen Stadium, ohne dass jemals Symptome zu beobachten waren. Treten aber welche auf, dann handelt es sich wahrscheinlich um eine Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium. Hier ist eine Behandlung meisten notwendig.

Zur Behandlung einer OCD beim Hund, bei der sich noch keine Fragmente gebildet haben, reichen für gewöhnlich Ruhe, eine angepasste Diät und gegebenenfalls entzündungshemmende Medikamente. Dadurch wird verhindert, dass die Knochen und Gelenke des Hundes nicht weiter beansprucht werden und ein Übergewicht vermieden wird.

Haben sich hingegen bereits Fragmente vom Knorpel gelöst, so müssen diese durch einen operativen Eingriff entfernt werden. Sollte es nötig sein, kann dabei der Knorpel auch noch geglättet werden. Nach der OP muss der Hund mehrere Wochen ruhig verbleiben.

Die OCD beim Hund vorbeugen – So geht’s!

Das Risiko für eine OCD beim Hund mit möglichen Langzeitfolgen möchte niemand eingehen. Zum Glück gibt es bestimmte vorbeugende Maßnahmen, die Du ergreifen kannst. So kannst Du das Risiko mindern.

Während des ersten Lebensjahres deines Hundes sollte sich dieser möglichst nicht überlasten. Spielen und Toben, dass schädlich für die Gelenke ist, solltet ihr vermeiden. Dazu gehören Treppensteigen, Springen und Ballspiele, sowie wilde umherjagen mit abrupten Richtungswechseln.

Achte zudem besonders auf die Ernährung deines Vierbeiners. Als Welpe darf er nicht mehr zu Fressen bekommen, als er wirklich braucht. Benutze am besten ein spezielles Welpenfutter. Für die zu gebende Menge kannst Du dich an der Empfehlung auf der Futterpackung orientieren. Eine angepasste und gesunde Ernährung kann auch viele andere Hundekrankheiten verhindern und deinem Hund ein gesundes Leben ermöglichen.

Du hast Fragen zu der OCD beim Hund? Wir helfen dir gerne bei all deinen Anliegen, nimm einfach Kontakt zu uns auf. Wenn Du weitere interessante Themen rund um die Gesundheit deines Hundes suchst, dann schau doch einfach mal in unserem Magazin vorbei.

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