Zwingerhusten Hund

Zwingerhusten bei Hunden – Symptome, Auslöser und Behandlung

Vor allem während der typischen Erkältungszeit erkranken viele Menschen. Aber auch unsere liebsten Vierbeiner fangen sich schnell etwas ein. Der Zwingerhusten bei Hunden, auch die Hundegrippe genannt, sticht dabei besonders hervor.  Diese Erkrankung ist sehr ansteckend und äußert sich vor allem durch starkes Husten.

Was genau es mit dem Zwingerhusten bei Hunden auf sich hat und was Du dagegen tun kannst, erfährst Du im Folgenden bei anivigo.de.

Was ist der Zwingerhusten bei Hunden?

Der Zwingerhusten bei Hunden ist eine Erkrankung mit hoher Ansteckungsgefahr. Sie befällt die oberen Atemwege und äußert sich durch Symptome wie Husten, Würgen und sogar Fieber. Auslöser hierfür sind in den meisten Fällen die Bordetella Bakterien oder die Parainfluenza Viren.

Im Verlauf der Erkrankung wird das Immunsystem des Tieres stark geschwächt und die schützenden Schleimhäute der Atemwege angegriffen. Dadurch erhöht sich die Gefahr auf Folgeinfektionen, die weitere gesundheitliche Folgen haben können.

Der Zwingerhusten greift Hunde jeden Alters und jeder Rasse an – Infektionen sind sogar mehrmals im Jahr möglich. Die meisten Fälle verlaufen jedoch relativ harmlos, mit trockenem und anfallsartigem Husten als Hauptsymptom. Schwerere Verläufe sind jedoch auch möglich. Hier können sich dann im schlimmsten Fall Fieber und eine Lungenentzündung entwickeln.

Dann ist es ganz wichtig, dem Tierarzt einen Besuch abzustatten.

Wie kommt es zum Zwingerhusten beim Hund?

Wie bereits erwähnt wird der Zwingerhusten bei Hunden hauptsächlich durch Viren und Bakterien ausgelöst. Aber auch nicht infektiöse Faktoren können zu einer Erkrankung führen. Dazu gehören:

  • Schlechte Hygiene
  • Zu niedrige Temperaturen
  • Zu hohe Temperaturen
  • Eine hohe Luftfeuchtigkeit
  • Immun- und Abwehrschwäche
  • Starker Wurmbefall
  • Mangel an Nährstoffen
  • Stress psychischer oder physischer Natur

All diese nicht-infektiösen Faktoren sowie Bakterien und Viren schädigen die schützende Schicht der Atemwege. Dadurch wird sie angreifbar gegenüber anderen Pilzen und Bakterien gemacht. Diese lösen dann gegebenenfalls eine sekundäre Infektion aus, die dann zum Zwingerhusten beim Hund führt. Eine primäre Infektion durch Bakterien ist eher selten.

Die Erreger für diese Erkrankung sind meistens hoch ansteckend und werden durch eine Tröpfcheninfektion von Hund zu Hund übertragen. Dadurch sind vor allem Tiere in Tierheimen und Zwingern stark gefährdet. Die Erkrankung kann aber auch von einer Katze auf den Hund und auch andersherum übertragen werden.

Infektiöse Tröpfchen werden durch Niesen, Husten oder Beschnuppern weitergegeben. Aber auch auf Gegenständen, mit denen infizierte Hunde in Kontakt gekommen sind, sind eine Gefahrenquelle. Dies sind meistens Hundespielzeuge oder Futter- und Wassernäpfe.

Mit dem Zwingerhusten infizierte Hunde sind etwa bis zum siebten Tag nach dem Abklingen jeglicher Symptome ansteckend. Während dieser Zeit sollten sie keinen Kontakt zu anderen Haustieren haben.

Wie erkenne ich einen Zwingerhusten beim Hund?

Das auffälligste Symptom des Zwingerhustens bei Hunden ist natürlich der Husten selbst. Dieser ist meistens trocken, hart und kann in krampfartigen und bellenden Anfällen auftreten. Jedoch muss dieser nicht durchgehend auftreten. Möglich ist auch, dass dein Hund dieses Symptom nur bei körperlicher Anstrengung zeigt.

Weitere Symptome eines Zwingerhustens beim Hund können sein:

  • Würgereiz
  • Schweres Atmen
  • Laufende Nase
  • Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Bindehautentzündung

Bei einem schweren Verlauf kann es auch zum Auswurf von Schleim und einem feuchten Husten kommen. Dies sind dann Anzeichen für eine Lungenentzündung. Bei zusätzlichen sekundären Infektionen kann es auch noch zu Fieber und Entzündungen des Rachens, der Luftröhre oder der Bronchien kommen.

Wie wird der Zwingerhusten bei meinem Hund diagnostiziert?

Wenn du Symptome eines Zwingerhustens bei deinem Hund oder einen schlechten Allgemeinzustand bemerkst, solltest du einen Tierarzt aufsuchen. Dieser wird dann eine gründliche Untersuchung des erkrankten Tieres durchführen. Sollte dein Vierbeiner unter starkem Husten und Würgen leiden, so prüft er zuerst, ob ein Fremdkörper dahinterstecken könnte.

Meistens lässt sich eine abschließende Diagnose alleine durch die vorhandenen Symptome stellen. Eine detaillierte Anamnese mit Infos zu Kontakt mit anderen Hunden, zum Beispiel in einer Hundepension oder der Hundeschule, ist zudem hilfreich.

Sollte dein Hund Zwingerhusten mit einem schweren Verlauf und Komplikationen haben, so wird ein Abstrich des Rachens gemacht und eine Speichelprobe entnommen. Diese werden dann auf die auslösenden Erreger untersucht, welche dann gezielt mit Medikamenten bekämpft werden können.

Sollte dein Hund mit einer Lungenentzündung oder einem Herzleiden zu kämpfen haben, so wird noch ein Röntgenbild gemacht. Unterstützend kann auch das Blut des Tieres untersucht werden.

Wie wird der Zwingerhusten bei Hunden behandelt?

Wie der Zwingerhusten deines Hundes behandelt wird, hängt von der Schwere des Verlaufs und dem Allgemeinbefinden des Tieres ab. Zur Linderung der Symptome können schleimlösende oder hustenlindernde Medikamente verabreicht werden – Bei Fieber kann dieses auch mit entsprechender Medikation gesenkt werden.

Meistens kommt es zu einer sekundären Infektion mit Bakterien, Viren oder Pilzen. Diese werden dann zum Beispiel mit Antibiotika bekämpft, um eine Verschlechterung des Zustandes deines Hundes und eine Lungenentzündung zu verhindern.

Sollte der Tierarzt weitere Dinge erkennen, die dem Zustand deines Hundes schaden wie zum Beispiel Würmer oder Flöhe, so werden diese auch entsprechend behandelt. Das Immunsystem kann durch Paramunitätsinducern oder Echinacea gestärkt werden.

Wie kann ich den Zwingerhusten bei meinem Hund vorbeugen?

Natürlich ist es am besten, wenn es gar nicht erst zu einer Erkrankung kommt. Zum Glück gibt es einiges, dass Du zum Vorbeugen von Zwingerhusten bei deinem Hund tun kannst.

Vor allem für Hunde mit erhöhtem Risiko durch hohes Alter, Vorerkrankungen oder viel Kontakt zu anderen Hunden empfiehlt sich eine Impfung. Diese bietet einen relativ hohen Schutz für 12 Monate. Welpen können ab etwa der dritten Lebenswoche geimpft werden.

Zur Vorbeugung von Zwingerhusten bei Hunden tragen maßgeblich auch eine gesunde Lebensweise und gute Hygiene bei. Regelmäßige Bewegung und gute Ernährung stärken das Immunsystem der Tiere. Bei mehreren Hunden als Haustiere solltest Du Spielzeuge und Näpfe regelmäßig reinigen und desinfizieren.

Bei Fragen zum Zwingerhusten bei Hunden oder zu anderen Themen kannst Du gerne Kontakt zu uns aufnehmen. In unserem Magazin findest Du zudem noch viele weitere interessante Beiträge z. B. zum Thema Nährstoffe und Hundefutter.

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