Der Bandwurm beim Hund – Befall, Symptome und Behandlung

Einen Wurmbefall haben schon viele Hundebesitzer hinter sich. Meistens jedoch handelt es sich dabei um Spulwürmer. Ein Befall mit Bandwürmern kommt bei Hunden aber trotzdem ab und zu vor.

Was es mit diesen Parasiten auf sich hat, mit welchen Symptomen Du rechnen kannst und wie diese richtig behandelt werden, erfährst Du im Folgenden.

Was ist ein Bandwurm?

Bandwürmer bei Hunden sind Parasiten, die in dem Enddarm ihres Wirtes leben. Dort nisten sie sich ein und ernähren sich von dem reichen Angebot an Nährstoffen, welche eigentlich für den Hund bestimmt sind.

Unbehandelt vermehren sie sich immer mehr. So fehlen dem befallenen Hund auch immer mehr Nährstoffe. Auf die Dauer kann das zu ernsthaften bleibenden Schäden führen. In ganz schlimmen Fällen werden sogar die Organe des Hundes von dem Bandwurm angegriffen.

Welche Arten von Bandwurm gibt es?

In der Regel gibt es drei verschiedene Arten von Bandwürmern, die Hunde befallen.

  • Gurkenkernbandwurm

Der Gurkenbandwurm ist eine der am häufigsten anzutreffenden Wurmarten in Deutschland. Er ist etwa zehn Millimeter lang und befällt Flöhe und Läuse. Wenn diese dann vom Hund verschluckt werden, gelangt der Bandwurm in das Innere. Dort siedelt er sich dann im Enddarm an.

Wichtig: Eine konsequente Flohprophylaxe kann das Risiko eines Befalls mit dem Gurkenkernbandwurm signifikant reduzieren.

  • Hundebandwurm

In Deutschland ist der Hundebandwurm kaum noch verbreitet, im Mittelmeerraum aber noch häufig anzutreffen. Hunde und Menschen infizieren sich über die Aufnahme von kontaminierten Lebensmitteln oder Erde. Da es in Folge eines Befalls mit dem Hundebandwurm zu schweren Erkrankungen kommen kann, unterliegt dieser in Deutschland der Meldepflicht.

  • Fuchsbandwurm

Wie der Name schon erraten lässt ist der wichtigste Endwirt dieser Bandwurmart der Fuchs. Daher ist er auch in Deutschland überall anzutreffen. In der Regel stecken sich Hunde über das Fressen der infizierten Zwischenwirte an, zum Beispiel Mäusen. Besonders gefährdet sind dadurch Vierbeiner, die Beute jagen und fangen, Aas fressen oder unbeaufsichtigten Auslauf haben.

Wurm ist nicht gleich Wurm

Neben den drei verschiedenen Bandwurmarten in Deutschland sind auch noch viele andere Arten von Wurm zu finden. Diese beiden gehören zu den am häufigsten vorkommenden:

  • Lungenwurm

Der Lungenwurm gerät über das Fressen von infizierten Mäusen, Vögeln oder Schnecken in den Hund. Dort befällt er dann die Lungenarterien und auch die rechte Herzhälfte. Das kann schwere gesundheitliche Folgen mit sich führen: Entzündungen des Lungengewebes, Appetitlosigkeit, Müdigkeit oder sogar den Tod. Diese Art des Bandwurms kommt mittlerweile immer häufiger in Deutschland vor.

  • Spulwurm

Der Spulwurm ist aktuellen Untersuchungen nach bei etwas mehr als 6% der Hunde in Deutschland vertreten. Die Wurmeier des Spulwurms sind sehr robust und verteilen sich mit Hundekot in ihrer Umgebung. Es wird geschätzt, dass bis zu 14% der Kotproben aus öffentlichen Grünanlagen mit dem Spulwurm und seinen Eiern kontaminiert sind.

Woher kann mein Hund einen Bandwurm bekommen?

Hunde können nur von Bandwürmern befallen werden, wenn sie diese oral zu sich nehmen. Das geschieht meistens durch kontaminierten Kot anderer Hunde oder Tiere. Aber auch wenn kein Kot mehr zu erkennen ist, sind die Wurmeier meist immer noch auf dem Boden oder in Bodennähe zu finden.

Wenn Du mit deinem Hund in einer Großstadt lebst und sein Auslauf beaufsichtigt ist, ist die Möglichkeit eines Wurmbefalls relativ gering. Wenn dein Hund stattdessen auf einem Hof zum Beispiel lebt und viel Kontakt zu anderen und auch freilebenden Tieren hat, stehen die Chancen weitaus höher.

Ist eine Übertragung des Hundebandwurms auf den Menschen möglich?

Grundsätzlich: Ja. Wenn Du zum Beispiel mit dem Kot deines Hundes in Berührung kommst und dir ohne die Hände zu waschen ins Gesicht fasst, kann es zu einer Infektion kommen.

Wenn Du aber die normalen Hygienemaßnahmen einhältst, also regelmäßig und nach jedem streicheln deines Hundes Hände waschen, ist eine Ansteckung sehr unwahrscheinlich.

Mit welchen Symptomen kann ich bei einem Bandwurmbefall meines Hundes rechnen?

Ob dein Hund von einem Bandwurm befallen wurde, ist oft nur sehr schwer zu erkennen. Das liegt daran, dass die Würmer im Inneren des Körpers leben und nicht mit dem Auge zu sehen sind.

Vor allem erwachsene Tiere zeigen häufig keine oder nur sehr leichte Symptome. Doch selbst symptomfreie Hunde können mit ihrem Kot infektiöse Wurmstadien ausscheiden. Diese stellen dann eine Ansteckungsgefahr für andere Hunde und auch Menschen in der Umgebung dar.

Hier sind einige Symptome, die auf einen Befall mit einem Bandwurm hindeuten können:

  • Verstopfungen
  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Juckreiz um den Anus (das bekannte Schlittenfahren)
  • Appetitlosigkeit
  • Nährstoffentzug und Mangelerscheinungen
  • Gewichtsverlust
  • Stumpf wirkendes Fell
  • Bei massive, Befall ein aufgeblähter Wurmbauch

Um einen Wurmbefall selbst zu diagnostizieren, reicht eine reine Beobachtung der sowieso eher unauffälligen Symptome meist nicht aus. Wichtig ist auch zu wissen, ob dein Hund überhaupt einem Infektionsherd ausgesetzt wurde.

Wie wird ein Bandwurmbefall bei Hunden diagnostiziert und behandelt?

Wenn Du einen Bandwurmbefall bei deinem Hund vermutest, solltest Du schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen. Mithilfe einer Kotuntersuchung kann der Verdacht dann bestätigt werden. Mit unserer Hundeversicherung bekommt deine Fellnase einen Rundumschutz und die bestmögliche Behandlung – gleichzeitig musst Du Dir keine Sorgen mehr um finanzielle Aufwendungen machen.

Nach der Diagnose wird dir dann von deinem Tierarzt eine spezielle Wurmkur für deinen Hund empfohlen. Diese Entwurmungspräparate töten dann alle im Hund lebenden Bandwürmer ab, sowohl die adulten als auch die sich noch im Entwicklungsstadium befindlichen.

Ist eine Vorsorge möglich?

Wurmkuren machen nicht nur bei einem akuten und offensichtlichen Befall deines Hundes mit Bandwürmern Sinn. Regelmäßige Wurmkuren verhindern so, dass dein Hund weder für dich noch für andere Hunde zur Infektionsgefahr wird. Wie oft eine solche Kur gemacht werden sollte, hängt von dem Infektionsrisiko deines Hundes ab. Dies kann monatlich, oder nur ein paar Mal jährlich sein. Erstelle hier am besten mit deinem Tierarzt zusammen einen Entwurmungsplan.

Aber: Eine Wurmkur hat keinerlei Langzeitwirkung. Sobald das Entwurmungspräparat aus dem Körper deines Hundes ausgeschieden wurde, ist er wieder anfällig für Bandwürmer.

Bei Fragen nimm einfach Kontakt zu uns auf. Wir helfen dir gerne weiter.

2021-02-18T10:30:26+01:00