Katzenerziehung

Fünf Tipps für die richtige Katzenerziehung

Katzen werden als Haustiere immer beliebter. Angesichts der hohen für Hunde anfallenden Kosten ist dies nicht weiter verwunderlich – vom täglichen Gassi-Gehen ganz zu schweigen. Katzen sind beim Erledigen ihres „Geschäfts“ nicht auf den Menschen angewiesen. Sie strapazieren unsere Nerven nicht mit lautem Bellen und sind außerdem sehr reinliche Zeitgenossen, da sie sich mehrmals am Tag ausgiebig putzen.

Kurz und gut: Katzen sind pflegeleichte und kostengünstige Haustiere, aber sie weisen auch Nachteile im Vergleich zu Hunden auf:  Sie sind schwer erziehbar und verstehen es meistens, ihren eigenen Willen durchzusetzen. Vielleicht werden sie von manchen Menschen gerade deshalb so geliebt. Wenn du dich für eine Katze entschieden hast, hoffen wir, dir mit den untenstehenden Tipps zur Katzenerziehung den Umgang mit deinem neuen Haustier ein wenig zu erleichtern. Katzenerziehung ist gar nicht so schwer, wie du glaubst, egal, um welche Katzenarten es sich handelt.

Warum soll man Katzen erziehen?

Katzenerziehung ist nicht nur wegen eines harmonischen Zusammenlebens wichtig: Im Hinblick auf die im Haushalt lauernden Gefahren ist es ratsam, gewisse Orte wie zum Beispiel heiße Herdplatten oder Elektrokabel zur Tabuzone zu erklären.
Katzen haben viele Unarten, die mit bestimmten Maßnahmen zur Katzenerziehung abgemildert werden können: Essen vom Tisch stehlen, an Tapeten oder Polstermöbeln kratzen, sich auf dem teuren Teppich übergeben, den Pflanzentopf mit dem Katzenklo verwechseln, Kratzen und Beißen oder Mäuse in die Wohnung schleppen.

 

Tipp 1: Wohlfühl-Atmosphäre

Wenn du Katzen erziehen willst, schaffe die richtige Umgebung. Damit eine Katze sich gut in einen Haushalt einfügt und sich überhaupt erziehen lässt, ist es extrem wichtig, dass bei der Katzenerziehung einige Grundvoraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehört eine Katzentoilette in ausreichender Größe genauso wie die richtige, katzengerechte Nahrung, genügend Auslauf, ein ruhiges Plätzchen zum Schlafen, ein wenig Katzenspielzeug, ein Kratzbaum und vielleicht ein Kissen mit Katzenminze oder Baldrian.

Zur richtigen Katzenerziehung gehört auch, dass du dir Zeit nimmst und mit deiner Katze spielst, wenn sie dich dazu auffordert. Oft genügt dazu schon eine Schnur oder ein kleines Bällchen – aber nur dann, wenn du mitspielst. Allzu viel Zeit musst du dabei nicht aufwenden, denn die Lust zum Spielen dauert erfahrungsgemäß nur wenige Minuten an.

 

Katzenerziehung – Katzensprache verstehen

Wenn Katzen mit dem Schwanz wedeln, sind sie meistens wütend oder aufgeregt. Wenn deine Katze dagegen schnurrt oder sich vor dir auf dem Boden auf den Rücken legt und alle Viere von sich streckt, fühlt sie sich wohl. Das bedeutet jedoch noch lange nicht, dass du sie dann am Bauch kraulen darfst. Wenn deine Katze dich anschaut, dann versuche einmal, deine Augen zusammen zu kneifen. Wenn sie auf die gleiche Weise reagiert, will sie dir mitteilen: „Alles ist OK – wir verstehen uns“. Katzen können auch sehr viele verschiedene Laute erzeugen. Mit der Zeit wirst du diese intuitiv verstehen und erkennen, was sie dir sagen möchte, was dir bei der Katzenerziehung erheblich weiterhilft.

 

Individuelle Katzenerziehung – auch eine Frage der Gesundheit

Es spielt eine nicht unwesentliche Rolle, woher dein neuer Mitbewohner stammt: Ein Jungtier ist zweifellos leichter erziehbar als eine erwachsene Katze aus dem Tierheim oder eine Katze, die dir zugelaufen ist. Die oft üblen Vorgeschichten alleingelassener Tiere machen das Zusammenleben nicht immer einfach. Die Katzenerziehung sollte daher stets individuell und vor allem mit sehr viel Geduld und Verständnis erfolgen. Auch eine regelmäßige Überwachung der Gesundheit deiner Katze ist dafür unerlässlich, da Tier mit typischen Katzenkrankheiten nicht selten auch weniger aufnahmefähig sind. Eine adäquate Krankenversicherung kann dabei sehr hilfreich sein.

 

Tipp 2: Lob und Tadel wohl dosiert

Katzen können zwar oft erkennen, was verboten und was erlaubt ist, allerdings fühlen sie sich den Regeln zumeist nicht verpflichtet, da sie dem Menschen nicht unbedingt gefallen wollen. Damit deine Katzenerziehung auch von Erfolg gekrönt ist, kannst du mit vergleichsweise kleinen Maßnahmen wie einem deutlichen, aber nicht allzu lauten „Nein“ viel bewirken. Insbesondere dann, wenn du das bei jeder Gelegenheit konsequent wiederholst. Das Ganze wird noch verstärkt, wenn du deine Katze mit ihrem Namen ansprichst.

Um den Lerneffekt zu erhöhen, ist es hilfreich, die Katze im Zuge der Katzenerziehung  auch ausgiebig zu loben oder zu belohnen, wenn sie gehorcht. Dies kann in Form ausgiebigen Kraulens oder durch einen kleinen Leckerbissen geschehen. Katzen mögen es vor allem, auf dem Kopf, an den Wangen und unter dem Kinn sanft gekrault zu werden, vor allem weil sich seitlich am Hals an einigen Stellen Duftdrüsen befinden, mit denen sie ihren „Besitz“ (also dich) kennzeichnen und markieren.

 

Tipp 3: Stimme und Tonfall

Während bei Hunden, wie du auf Anivigo.de erfahren kannst, oft ein lauter Kommandoton angesagt ist, reagieren Katzen besonders positiv, wenn man sie mit beruhigender, warmer Stimme anspricht. Was du dabei sagst, spielt bei der Katzenerziehung weniger eine Rolle als das „wie“. Du wirst vielleicht sogar erleben, dass deine Katze, wenn du so mit ihr sprichst, sich vor lauter Wonne vor dir auf ihrem Rücken räkelt und die Augen verdreht. Eine gute Grundlage für Bestrebungen in Richtung Katzenerziehung.

 

Tipp 4: Konsequent ignorieren

Wenn deine Katze etwas tut, was du nicht möchtest und zum Beispiel am Tisch bettelt, kann es auch helfen, sie eine Weile zu ignorieren, denn das mögen Katzen gar nicht. Es tut ihnen zwar nicht weh, aber sie lernen daraus, dass sie etwas falsch gemacht haben und werden den betreffenden Fehler in Zukunft vermeiden. Es mag für Viele schwer sein, mit ihrer geliebten Katze auf diese Weise umzugehen, aber es lohnt sich. Auch eine regelmäßige Fütterungszeit kann im Sinne einer optimalen Katzenerziehung dazu beitragen, dass sich dein Liebling auch an vorgegebene Tischsitten hält.

 

Tipp 5: Absolut Tabu

Bedränge deine Katze im Rahmen der Katzenerziehung niemals und sorge auch dafür, dass sie von Kleinkindern möglichst in Ruhe gelassen wird, denn Katzen sind sehr sensibel, reagieren oft nervös auf unerwünschte Reize und brauchen viel Ruhe und Schlaf. Dein „Tiger“ wird sich bei dir melden, wenn er etwas wünscht. Zwinge deine Katze auch niemals zum Kuscheln oder Schmusen, denn nur die Katze bestimmt, wann dies geschieht.Auf keinen Fall darfst du deine Katze anschreien oder durch körperliche Gewalt bestrafen. Die früheren, oft brutalen Methoden zur Katzenerziehung  wie das Eintauchen der empfindlichen Nasen in ihre eigene Hinterlassenschaft oder das Anpacken am Nackenfell sind nicht nur gesundheitsschädlich für deine Katze, sondern auch Tierquälerei. Auch das nachträgliche Schimpfen mit Katzen ist nicht hilfreich, da dein Haustier nach einer Stunde nicht mehr weiß, warum du mit ihm schimpfst.

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