Labrador Retriever Hunderasse

Der Labrador Retriever – Wissenswertes auf Anivigo.de

Der Labrador Retriever gilt als der optimale Familienhund: Belastbar, menschenfreundlich und immer gut gelaunt. Im Folgenden werden wir von Anivigo dir einen Überblick über den Labrador Retriever und seine Eigenschaften verschaffen:

  • Geschichte
  • Aussehen
  • Charakter
  • Ernährung
  • Gesundheit und Pflege
  • Erziehung und Haltung

Die Geschichte/der Ursprung des Labrador Retriever

Die Ursprünge des Labrador Retrievers finden sich an der kanadischen Ostküste. Dort stammt er sehr wahrscheinlich vom Neufundländer ab.

Von dem 15. Jahrhundert an trieben die größten Seemächte regen Handel in der neuen Welt – vom Norden in Kanada bis hin zum Süden im heutigen Argentinien. Die dort lebenden Händler und Siedler mussten sich irgendwie ernähren. Neben der Landwirtschaft diente dazu damals hauptsächlich noch das Jagen und Fischen. Und genau hierzu wurden verschiedenste Hunderassen mitgebracht.

Es wird spekuliert, dass aus diesen verschiedensten Hunderassen irgendwann der Neufundländer entstand. Diesen gab es dann nach einiger Zeit in zwei verschiedenen Schlägen. Zum einen den großen und kräftigen Neufundländer den wir heute kennen, zum anderen eine kleinere und schlankere Version mit dünnerem Fell: den St. John’s Hund. Vermutlich handelte es sich hier um die ersten Labrador Retriever, wie wir sie heute kennen.

Der Labrador Retriever- Wie definiert er sich heute?

Der Labrador Retriever wurde in der neuen Welt aufgrund seines stabilen Baus und seiner besonderen Fähigkeit zum Apportieren gut und gerne von den Menschen dort eingesetzt. Im Laufe der Zeit wurde er dann auch wieder mit nach England gebracht, wo die gezielte Zucht begann.

Im Jahre 1870 wurde der Name Labrador Retriever erstmalig als die Bezeichnung der Rasse genannt. Er steht dabei zum einen für die Labrador Halbinsel an der kanadischen Küste, von der er stammt. Zum anderen für die gute Fähigkeit zu Apportieren (englisch to retrieve = zurückbringen).

Im Jahre 1903 wurde der Labrador zum ersten Mal als eigene Hunderasse während einer Ausstellung zugelassen und somit offiziell anerkannt. Damit begann die Karriere dieses so freundlichen und liebenswürdigen Hundes, den beinahe jeder sofort ins Herz schließt, dem er begegnet.

Labrador Retriever – Das besonders markante Aussehen

Durch sein markantes Aussehen kann beinahe jeder einen Labrador Retriever erkennen und ist unter Hundebesitzern sehr beliebt.

Bei Labrador Retrievern besitzen die Hündinnen durchschnittlich eine Widerristhöhe von 54 bis 56 Zentimetern, die Rüden von 56 bis 57 Zentimetern. Damit gehören sie zu den mittelgroßen Hunderassen, wie auch die Border Collies, Deutschen Pinschern und Airedale Terriern zum Beispiel. Durch ihre aktive und bewegungsfreudige Lebensart ist ihr Körperbau entsprechend kräftig und muskulös.

Der Labrador Retriever hat typischerweise einen breiten Schädel, einen starken Hals, der in einem tiefen und breiten Brustkorb endet. Sein Körperbau ist insgesamt sehr kompakt. Die Ohren des Labrador Retrievers sind relativ weit hinten am breiten Kopf angesetzt und dicht anliegend.

Der Schwanz des Labrador Retrievers ist sehr charakteristisch kräftig und hoch angesetzt. Er verjüngt sich zur Spitze hin und wird durch den Hund im Wasser wie ein Steuer eingesetzt. Daher wird sie auch Otterrute genannt.

Das Fell des Golden Retrievers ist rassetypisch dicht, kurz und mit einer wasserdichten Unterwolle versehen, welche im Winter zusätzlich noch schön warmhält. Gemäß der Rassestandards wird das Fell des Hundes in drei Farbvarianten gezüchtet: Gelb, Braun und Schwarz, wobei das Schwarz die gängigste Farbe ist. Von einem akzeptierten kleinen weißen Brustfleck abgesehen ist das Fell des Labrador Retrievers immer einfarbig.

Work-Typ und Show-Typ unseres Labrador Retriever

In den letzten Jahrzehnten haben sich in der Zucht zwei Labrador-Linien herausgebildet, obwohl im nur ein Typ im Rassestandard beschrieben ist.

Der Show-Typ auf der einen Seite ist kompakter gebaut. Der Work-Typ, auch Field-Trial-Labrador auf der anderen Seite ist etwas leichter gebaut und besitzt meistens einen längeren fang und einen schmaleren Kopf. Letzterer wird vermehrt für die Arbeit gezüchtet.

Zwischen dem Work- und dem Show-Typ gibt es noch den Dual-Purpose-Typen. Dieser verbindet die beiden anderen typen harmonisch und kommt somit dem Rasseideal wahrscheinlich am nächsten.

Was für einen Charakter hat der Labrador Retriever?

Labrador Retriever sind dafür bekannt, ihre Besitzer und vor allem deren Kinder mit ganzem Herzen zu lieben. Das beruht dann aber auch meistens auf Gegenseitigkeit. Labradore sind immer und überall mit dabei – Je mehr los ist desto besser. Daher sind sie auch nur ungerne für längere Zeit alleine und vermissen schnell die anderen Familienmitglieder.

Labrador Retriever zeichnen sich ganz besonders durch ihr ausgeglichenes Wesen und ihre Geduld an der Seite ihres Besitzers oder ihrer Bezugsperson aus. Sie können eine entscheidende Rolle bei der innerfamiliären Harmonie spielen. Durch ihre ruhige Art und ständige Freundlichkeit wirken sie sich schnell positiv auf alle anderen Familienmitglieder aus und übertragen etwas von ihrem guten Wesen auf diese.

Da der Labrador Retriever zum Jagen gezüchtet wurde, ist er ein sehr aktiver und apportierfreudiger Hund. Er besitzt eine ungewöhnliche Ausdauer und scheut auch kein Bad in Seen oder Flüssen.

Durch seine Art ist der Labrador aber nicht nur der exzellente Familienhund. Er eignet sich auch hervorragend als Blindenführhund, Spürhund bei Zoll und Polizei oder Lawinen- und Rettungssuchhund.

Die Haupteigenschaften des Labrador Retrievers sind zusammengefasst:

  • geduldig
  • ausgeglichen
  • aktiv
  • liebenswürdig

Obwohl er ein hervorragender Familienhund ist benötigt es vor allem viel Beschäftigung, um ihn glücklich zu machen. Dessen solltest Du dir bewusst sein, bevor Du dir einen Labrador Retriever zulegst. Wenn Du jedoch genügend Zeit und Energie investierst wirst Du merken, dass ihn geistige und körperliche Förderung viel ausgeglichener und reaktionsstärker machen.

Wie sollte sich meinen Labrador Retriever ernähren?

Der Labrador Retriever ist nicht gerade dafür bekannt, bei der Futterwahl sehr wählerisch zu sein. Am wichtigsten ist ihm, dass es viel zu Fressen gibt. Wie bei den meisten Hunden sollte sich die Ernährung deines Labradors nach seinem Alter und seinem Aktivitätsgrad richten.

Doch worauf genau solltest Du bei der Ernährung deines Liebsten achten?

Die Ernährung eines Labrador Retriever Welpen

Da Labrador Retriever zu den mittelgroßen Hunden gehören müssen sie noch einiges wachsen, bevor sie ihre maximale Größe erreicht haben. Daher ist sehr wichtig, dass Du deinen Welpen nicht zu energiereich fütterst.

Tust Du dies doch, könnte er zu schnell wachsen. Das kann wiederum zu gesundheitlichen Problemen führen. Durch das höhere Gewicht im frühen Alter werden die Knochen instabil. Ziehen nun die Muskeln an den Knochen, kann es zu Fehlstellungen der Gliedmaßen und lebenslangen Problemen kommen.

Am besten ist es, Du fütterst deinen Labrador Retriever mit einem speziellen Welpenfutter. Diese enthalten ausgewogene Anteile an Proteinen, Fetten, Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen – Welpenfutter gibt es sogar extra für kleine Labradore.

Wie viel Du deinem Hund zu fressen gibst, hängt ganz von seinem aktuellen Gewicht und seinem Aktivitätsgrad ab. Aber auch wie viel er noch wachsen muss und wie schwer er einmal werden soll spielt eine Rolle. Dabei kannst Du dich an der Größe und dem Gewicht seines gleichgeschlechtlichen Elternteils orientieren.

Die Ernährung eines erwachsenen Labrador Retriever

Sobald dein Labrador Retriever ausgewachsen ist, solltest Du auf ein Futter für ausgewachsene Hunde verwenden. Auch hier ist das Gewicht, der Aktivitätsgrad und das Alter deines Hundes ausschlaggebend für die tägliche Menge an Futter.

Normalerweise solltest Du deinen Labrador Retriever ein- bis zweimal am Tag füttern, am besten immer zur selben Uhrzeit. Wenn Du ihm im Laufe des Tages ein paar Leckerbissen gibst, musst Du diese von der täglichen Futtermenge abziehen.

Wichtig: Achte darauf, dass dein Hund kein Übergewicht bekommt! Das kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben und schadet der Lebensqualität deines Liebsten.

Für welche Art von Futter Du dich entscheidest ist dir selbst überlassen. Ob Nass- oder Trockenfutter, Barfen oder selbst kochen. Alle Fütterungsvarianten haben Vor- und Nachteile. Auf Anivigo.de findest Du eine praktische Übersicht darüber.

Die häufigen Krankheiten beim Labrador Retriever

Wenn Du dafür Sorge trägst, dass dein Labrador Retriever sich viel bewegt und Du ihn seinen Anlagen entsprechend förderst, musst Du in der Regel wenige Erkrankungen befürchten.

Doch leider gibt es einige erbliche Erkrankungen, die bei Labrador Retrievern öfter vorkommen. Vor allem der Bewegungsapparat ist davon häufiger betroffen, zum Beispiel durch:

  • Ellenbogen Dysplasie
  • Hüftgelenkdysplasie
  • Osteochondrosis

Aber auch erbliche Augenkrankheuten wie der Hereditäre Catarakt oder die progressive Retina Atrophie sind weitverbreitet. Solche Erbkrankheiten können nur durch eine umsichtige und kontrollierte Zucht vermieden werden.

Daher ist es zu empfehlen, reinrassige Welpen nur bei einem seriösen Züchter zu kaufen. Dort werden solche Erkrankungen systematisch rausgezüchtet und die dortigen Tiere sind genetisch gesund. Zudem sorgt der Züchter für alle erforderlichen Gesundheitsmaßnahmen und besitzt auch alle nötigen Papiere für diese.

Informiere dich auch gerne über unsere Hundeversicherungen!

Die Gesundheit und Pflege des Labrador Retriever

Neben einer gesunden Lebensweise mit guter Ernährung und ausreichend Bewegung solltest Du auch regelmäßige kurze Check-Ups durchführen. Dabei solltest Du besonders auf die Zähne, die Augen und die Ohren deines Hundes achten. Auch solltest Du regelmäßig die Krallen deines Hundes schneiden, um Entzündungen und Verletzungen vorzubeugen.

Der Labrador besitzt zum Glück ein pflegeleichtes Fell. Dennoch solltest Du es etwa einmal die Woche gründlich bürsten. Nur so können hartnäckige Verschmutzungen und lose Haare endgültig entfernt werden.

Wie bereits erwähnt wurde der Labrador Retriever als Jagd- und Arbeitshund gezüchtet. Deshalb zeichnet er sich durch einen großen Apportiertrieb und hohe Arbeitsfreude aus. Dies solltest Du auch nicht vergessen, wenn Du dich für einen Labrador Retriever als den Hund deiner Wahl entscheidest. Für eine gesunde Lebensweise benötigt er ein entsprechendes Angebot an Beschäftigungsmöglichkeiten und Aufgaben.

Wir empfehlen: Wenn Du dir einen Labrador Retriever gekauft hast, gehe regelmäßig mit ihm zu den Übungsplätzen deines Hundevereins. Dort könnt ihr zusammenspielen, trainieren und euch richtig austoben.

Wie erziehe und halte ich einen Labrador Retriever richtig?

Sowohl die Erziehung als auch die Haltung eines Labrador Retrievers ist unkompliziert. Daher eignet sich dieser freundliche und ausgewogene Vierbeiner auch bestens für Menschen ohne viel Erfahrung mit Hunden. Natürlich gibt es aber auch einige Dinge, die Du beachten musst. Wir haben dir hier die wichtigsten zusammengefasst.

Ausreichend Bewegung für deinen Labrador Retriever

Wie schon erwähnt wurde der Labrador Retriever für die Jagr gezüchtet. Daher ist es sehr wichtig, dass er viel Bewegung und ausreichend Beschäftigung bekommt. Auch solltest Du regelmäßig seinem Apportierdrang nachkommen.

Damit Du auch Spaß an der Bewegung mit deinem Hund hast, könnt Ihr ja zusammen eine gemeinsame Hundesportart ausprobieren. Wir haben dir dazu die beliebtesten Möglichkeiten in unserem Magazin einmal zusammengefasst.

Ausreichend Platz für deinen Labrador Retriever

Da der Labrador Retriever ein mittelgroßer Hund ist, benötigt er entsprechend viel Platz. Am besten eignet sich hierfür ein Haus mit einem Garten. So kann er sich auch im Laufe des Tages nach Belieben draußen austoben und ist nicht auf wenige Gassi Gänge pro Tag beschränkt.

Die Erziehung des wunderschönen Labrador Retriever

Wie auch alle anderen Hunde aller möglichen Rassen benötigt der Labrador Retriever eine strikte Erziehung. Nur so wird er deinen Befehlen und Anweisungen gehorchen und sich unproblematisch und friedlich in dein Leben eingliedern können.

Durch seinen angeborenen Gehorsam und seine menschenbezogene Art wird dein Labrador Retriever es dir aber im Großen und Ganzen vergleichsweise leicht machen. Erziehe deinen Hund immer konsequent, aber auch liebevoll. Setze dabei auf positive Verstärkung mit Lob und Leckerbissen anstelle von Härte und Strenge. Für Hundeanfänger empfehlen wir den Besuch einer Hundeschule

Wir haben das Thema der Hundeerziehung in einem eigenen Magazinthema noch einmal genauer unter die Lupe genommen. Schau dort doch einfach einmal vorbei.

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